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Rückblick Labyrinthe und Wege

„Wir alle sind auf unterschiedlichen Wegen unterwegs." Diesen Gedanken nutzte Ruedi Scheiwiller, um unseren Workshop mit einer gemeinsamen Spirale aus Wegworten und Bildern einzuleiten, die uns symbolisch in den Mittelpunkt führte.

Das Kernthema war das Labyrinth. Im Gegensatz zum Irrgarten führt das Labyrinth, eine geometrische Figur, immer sicher in die Mitte, ohne dass sich Wege kreuzen. Anhand von Schautafeln und eigenen Versuchen erkundeten die Teilnehmenden die Geschichte der Labyrinthe und den Unterschied zu den beliebten Irrgärten des Spätmittelalters. Die Zeit verging dabei wie im Flug.

Am Nachmittag ging es an die praktische Umsetzung. Drei Gruppen gestalteten Labyrinthe unterschiedlich:

- In der Don-Bosco-Kirche wurde ein 8x8 Meter grosses Tuchlabyrinth (Chartres-Muster) gelegt.
- Auf dem Vorplatz entstand ein Kreide-Labyrinth.
- Eine dritte Gruppe markierte den Pfad mit Schnüren.

Die Diskussionen drehten sich um die pädagogische Nutzung mit Kindern und Erwachsenen: Impulse, Haltepunkte, Wohlfühloasen und Tanz wurden als Möglichkeiten erörtert. Beim gemeinsamen Begehen der Labyrinthe wurde allen bewusst, wie viel Zeit und Achtsamkeit schon ein kleines Flächenlabyrinth erfordert.

Im abschliessenden Teil beleuchtete Ruedi das Thema Symbole. Er betonte, dass ein Symbol physisch erfahrbar sein muss, um Gewicht zu haben. Viele kirchliche Symbole (wie der Hirte oder das Brot) haben im modernen Alltag an Bedeutung verloren. Daher reicht es nicht, sie nur zu nennen; sie müssen mit „Herz, Hand und Hirn" eingeführt werden, um im Leben der Teilnehmenden wirklich zu verankern.

Ein gelungener Tag voller Inspiration, praktischer Erfahrung und tieferer Reflexion.