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Pilgern

Pilgern

Was ist die Bedeutung des Begriffs „Pilgern“ und wie unterscheidet er sich vom „Wallfahren“? Ein Wallfahrer oder Pilger ist jemand, der sich auf Reisen in der Fremde befindet, oder fremd umherzieht. Folglich haben die zwei Ausdrücke die gleiche Bedeutung. Der Unterschied zwischen Pilgerin und Wallfahrerin liegt in der inneren Ausrichtung. Während beim Pilgern der Weg an sich das Ziel ist, zielt das Wallfahren auf ein konkretes Endziel ab.

Wallfahren oder Pilgern bedeutet, dass jemand beschliesst, den Alltag hinter sich zu lassen und auf eine Reise zu gehen. Die Gründe für eine solche Entscheidung sind so zahlreich und unterschiedlich wie die Menschen selbst. Im Mittelalter waren dies oft auferlegte Bussen oder Gelübde. Heute brechen Menschen auf, weil sie nach etwas suchen, Spiritualität leben und erfahren möchten, bewusst Zeit und Raum für ihre eigenen Bedürfnisse schaffen oder oft aus Dankbarkeit.

Der Jakobsweg ist einer der bekanntesten Pilgerwege. Menschen nutzen diesen Weg bereits seit der Entdeckung des Grabes des Heiligen Apostels Jakob um 820 n. Chr. Traditionell wird der historische Jakobsweg, als Via Jacobi 4 signalisiert, die quer durch die Schweiz verläuft. Es existieren jedoch noch zahlreiche andere Wege und Routen.

Das Heilige Jahr 2025 steht unter dem Motto «Pilger der Hoffnung». Zwei innere Haltungen, die uns mit Gelassenheit und Vertrauen in die Zukunft blicken lassen.

In Videos auf kath.ch äussern sich mehrere Menschen dazu, was für sie pilgern, bedeutet. Pater Ludwig Ziegerer Wallfahrtsleiter vom Kloster Maria Stein sagt: «Wir Menschen sind auf Erden immer auf unserem Pilgerweg zur himmlischen Heimat unterwegs.» Claudia Mennen, Ausbildnerin für Pilgerführerinnen und Pilgerführer beschreibt es so: «Pilgern ist für mich eine Grundhaltung. Ich bin getragen, gehalten, begleitet. Ich bin nie allein, aber auch nie am Ziel ich bin immer unterwegs.»

Vielleicht haben Sie an Auffahrt eine Wallfahrt nach Einsiedeln unternommen oder planen in diesem Heiligen Jahr eine Reise nach Rom oder Assisi – all das gehört zum Pilgern. Es kann auch viel einfacher sein. Ich kann meine Türe öffnen und einfach loslaufen. Vielleicht halte ich bei der nächsten Kapelle oder Kirche. Zünde eine Kerze an, spreche ein Gebet oder geniesse einfach nur die Ruhe. Oder ich nehme es als Einstellung für mein Leben.