
Der Lehrplan LeRUKa bietet einen klaren und zukunftsgerichteten Rahmen für den konfessionellen Religionsunterricht und die Katechese in der Deutschschweiz. Sein Kern ist die Kompetenzorientierung – eine entscheidende Weichenstellung für Ihre Praxis.
Kompetenzorientierung – konkret gedacht
Religiöse Bildung ist mehr als Wissensvermittlung. Kompetenz entsteht im Zusammenspiel von
Wissen (verstehen),
Haltung (wollen) und
Fertigkeit (anwenden).
Kinder und Jugendliche sollen nicht nur etwas über Religion wissen, sondern ihren Glauben reflektieren, ausdrücken und im Alltag leben können.
Religiöse Kompetenz zeigt sich, wenn junge Menschen
- Sinn- und Lebensfragen deuten,
- christliche Werte begründet vertreten,
- religiöse Sprache verstehen und sprechen,
- Liturgie bewusst mitvollziehen,
- dialogfähig mit anderen Überzeugungen umgehen.
So stärkt der LeRUKa Identität, Urteilsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein – zentrale Fähigkeiten in einer pluralen Gesellschaft.
Zwei Lernorte – zwei klare Profile
Der LeRUKa unterscheidet bewusst zwischen konfessionellem Religionsunterricht und Katechese. Beide gehören zusammen, haben aber unterschiedliche Aufträge.
Der Religionsunterricht findet in der Regel im schulischen Kontext statt und ist Teil des Bildungsauftrags. Er richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler – Glaubende, Suchende und Distanzierte. Ziel ist die religiöse Mündigkeit: Grundlagen des Glaubens kennenlernen, reflektieren, diskutieren und verantwortungsvoll einordnen. Der Religionsunterricht führt nicht primär in die Kirche ein, sondern befähigt zur kritischen Auseinandersetzung mit Religion. Er ist ein Bildungsfach mit kultureller und ethischer Bedeutung.
Die Katechese ist kirchlicher Grundvollzug und im Lebensraum Pfarrei verankert. Hier werden Menschen auf ihrem Glaubensweg begleitet und im Glauben beheimatet. Katechese eröffnet Erfahrungsräume: Glauben feiern, Gemeinschaft erleben, Spiritualität vertiefen, auf den Empfang von Sakramenten vorbereiten. Es geht nicht nur um Reflexion, sondern um Beziehung – zu Christus und zur kirchlichen Gemeinschaft.
Kurz gesagt: Der Religionsunterricht bildet, die Katechese beheimatet.
Klarheit schafft Profil
In einer vielfältigen Gesellschaft braucht religiöse Bildung ein klares Profil. Der LeRUKa stärkt beide Lernorte in ihrer Eigenständigkeit und zeigt ihr Zusammenspiel. Bildung und Beheimatung gehören zusammen – dürfen aber nicht vermischt werden.
Mit sechs Kompetenzbereichen bietet der LeRUKa einen roten Faden für ganzheitliches Glaubenslernen von der frühen Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter. Er lädt dazu ein, Glauben so zu vermitteln, dass junge Menschen Orientierung finden, Verantwortung übernehmen und ihren Glauben selbstbewusst und dialogfähig leben können.
Religiöse Bildung wird so zur Kraftquelle – für die Einzelnen, für die Kirche und für die Gesellschaft.
Vertiefe dein Wissen – direkt bei dir vor Ort
Möchtest du mit deinem Team die Kompetenzorientierung vertiefen oder eine kompetenzorientierte Unterrichtsreihe planen?
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Wir unterstützen dich gerne dabei, den LeRUKa in deiner Praxis lebendig werden zu lassen.