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Orientierungstreff Gruppen Beratung und Begleitung

Alle Religionslehrpersonen, die vier und mehr Lektionen Religionsunterricht erteilen, sind verpflichtet, sich einer Gruppe Beratung und Begleitung (B+B) anzuschliessen.

Die Gruppen sind autonom organisiert. Die Mitglieder wählen Themen und Arbeitsweise individuell. Je nach Interesse pflegen sie die kollegiale Beratung untereinander oder sie erarbeiten gemeinsam ein konkretes Thema. Es ist möglich, externe Beratungen zuzuziehen.

Alle vier Jahre organisiert die Fachstelle BKM einen Orientierungstreff zur Bildung neuer Gruppen. Formal werden die bestehenden Gruppen aufgelöst. Das bietet die Möglichkeit, dass auch Religionslehrpersonen, die neu im Kanton Zug unterrichten, einen Platz finden können. Und es erleichtert eine Durchmischung und einen Neuanfang bezüglich Ausrichtung der Gruppen.

Als Rahmenprogramm für die eigentliche Gruppenbildungsphase wird eine Weiterbildung zur Stärkung der Selbstkompetenz angeboten, die alle Religionslehrpersonen besuchen können.

Kinder brauchen motivierte Partner

Motivierte Religionslehrpersonen sind für alle ein Gewinn: Die Arbeit macht mehr Spass, man brennt weniger aus und bleibt kreativ. Und die Kinder profitieren, wenn sie auf motivierte Lehrpersonen treffen. Marco Baumgartner und Philipp Broquet von «Valiente – zusammen stark» legen mit ihren Impulsen eine konstruktive Basis für die Bildung der neuen Gruppen.

Was Religionslehrpersonen zu den Gruppen B+B sagen

Wir haben verschiedene Religionslehrpersonen über ihre Erfahrungen mit den Gruppen B+B befragt.

Mit welchem Gefühl besuchst du normalerweise ein Treffen deiner Gruppe B+B?

Ich freue mich immer auf diese Treffen, denn wir sind nicht nur Kolleginnen, sondern über die Jahre auch Freundinnen geworden.

Michaela Otypka

Mit gemischten Gefühlen. Einerseits freue ich mich auf die Treffen, weil es immer spannend ist zu erfahren, wie es den Kolleginnen und Kollegen geht und was sie machen. Andererseits bin ich nicht sicher, ob diese Treffen die Qualität unserer Arbeit sichern.

Marco Wiedmer

Erwartungsfroh und neugierig.

Philipp Federer

Wir machen die Daten sehr früh ab. Das ist gut so, man kann dann aber manchmal auch in hektische Zeiten geraten, weil das vorher nicht so ersichtlich ist. Aber grundsätzlich freue ich mich immer, an diese Treffen zu gehen.

Monika Regli

Was ist eher schwierig im Zusammenhang mit den Gruppen B+B?

Am meisten Schwierigkeiten bereitet es uns, einen Termin für ein Treffen zu vereinbaren, an dem alle kommen können.

Michaela Otypka

Eigentlich nichts in dieser Gruppe. In anderen war es schon so, dass ich das Gefühl hatte, einfach meine Zeit da abzusitzen.

Monika Regli

Gibt es ein persönliches Highlight aus den vielen vergangenen Treffen, das du hier schildern möchtest?

Das Treffen im Sonnenberg Baar war bisher das beste! Es war genial zu sehen, was die Verantwortlichen dort mit den Kindern und Jugendlichen machen. Es hat Mut gemacht, mit Kindern dennoch zu arbeiten und den «Weg zu gehen», auch wenn sie in ihrem Dasein andere Prioritäten leben als wir.

Marco Wiedmer

Es gibt zwei persönliche Highlights: Das Visionenspiel zum 600-Jahr-Jubiläum von Bruder Klaus sowie die Ausstellung «Ist gut nicht gut genug?» im Vögele Kultur Zentrum Pfäffikon.

Michaela Otypka

Immer, wenn ich ein neues Thema zur Zufriedenheit umsetzen konnte.

Philipp Federer

Die Lektion mit dem Brotbacken draussen, die Yvonne Weiss uns gezeigt hat. Das habe ich mit meinen Drittklässlern dann auch so gemacht. Und es war ein voller Erfolg.

Monika Regli.

Welchen Gewinn ziehst du aus den Treffen?

Anregungen zu neuen Themen und sinnvollen Arbeitsaufgaben.

Philipp Federer

Es ist immer hilfreich, Rückmeldungen zu einzelnen Ideen oder Projekten zu erhalten, um die nächsten Schritte zu planen. Man erhält auch immer tolle Anregungen, was man auch noch tun könnte.

Marco Wiedmer

Ich erfahre, dass ich mit meinen Erfahrungen im Berufsalltag nicht allein dastehe. Ich lerne auch von den anderen, wie sie mit Schwierigkeiten umgehen. Wir können voneinander profitieren, wenn wir einmal eine gute Geschichte für den Unterricht, einen Gottesdienstablauf oder eine Bastelidee austauschen. Wenn jemand ein gutes Buch gelesen hat, das sich mit religiösen Fragen auseinandersetzt, wird auch einmal darüber gesprochen. Oder wir diskutieren über aktuelle Themen in Kirche, Welt und Politik.

Michaela Otypka

Gaby Wiss

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2019-06-10T10:03:09+02:0011. Juni 2019|